Kleine Obstkunde – regionale Apfelsorten

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Eine weitere Möglichkeit dem Mainstream-Angebot der Supermärkte zu entgehen ist das Anpflanzen von regionalen Sorten. Diese bieten zudem den Vorteil, dass sie meist unanfälliger gegen Krankheiten sind, da sie mit den jeweiligen regionalen Bodenverhältnissen und Klimabedingungen besser zurechtkommen. Diese Sorten wurden entweder in dem jeweiligen Anbaugebiet gezüchtet, zufällig gefunden oder dort schon lange Zeit angebaut.  Für Südoldenburg sind hier 3 gute,  ältere Apfelsorten zu nennen:  Gelber Münsterländer, Stern von Bühren und Schöner aus Lutten. Wie die Namen schon andeuten handelt es sich um Sorten aus dem kleinen Obstanbaugebiet in und um Langförden.

Der Gelbe Münsterländer liebt mittelschwere Böden und bildet auf leichten Böden nur recht kleine Früchte aus. Er eignet sich besonders als Straßenobstbaum, die man heute wegen des hohen Pflegeaufwandes leider nur noch wenig findet.  Bei langsamem bis mittelstarkem Wuchs bietet er alle 2 Jahre sehr gute Erträge. Das Fleisch ist fest und angenehm schmeckend.  Die  Sorte treibt spät aus, was bei Spätfrösten durchaus ein Vorteil ist.

Der Stern von Bühren  hat eine etwas geringere Ertragsfähigkeit, ist aber besser als Tafelfrucht geeignet. Etwas Schorfanfälligkeit ist hier ein kleines Problem. Er ist großkroniger als der erste und trägt mittelgroße rote bis dunkelrote Früchte.

Der Dritte im Bunde ist Schöner aus Lutten. Seine  grünlich gelben Früchte trägt er schon nach wenigen Jahren . Sie haben eine gute Lagerfähigkeit. Zwar etwas mehltauanfällig ist die Sorte doch gesund. Er bevorzugt kräftigen lehmhaltigen Boden.

Da auf sandigen Böden eine Obstkultur nur viel schwieriger möglich ist, werde ich demnächst hier einen Artikel wieder geben, den ich in einem sehr alten Buch gefunden habe. Dort wird beschrieben wie ein Obstbaum richtig zu pflanzen ist…

Neben den 3 beschriebenen Sorten kann man natürlich noch weitere norddeutsche Sorten zu den regionalen Sorten hinzurechnen, wenn man die Einteilung nicht allzu streng auslegt.

Für Ostfriesland sind dies Groninger Krone und Ostfriesischer Striebling. Das Emsland wird vertreten durch den Roten Papenburger, Bramlys Sämling und Großherzogs Liebling.  In Nordoldenburg finden wir den Reitländer und den gelben Osterapfel.

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2 Kommentare zu “Kleine Obstkunde – regionale Apfelsorten

  1. Wie „auf sandigen Böden eine Obstkultur viel schwieriger möglich ist“, interessiert mich sehr. Gerade einen Garten auf einer märkischen Streusandbüchse an: trocken, mager und im Sommer heiß. Dass zumal junge Apfelbäume hier unterstützt und der Boden verbessert werden muss, versteht sich – aber wie und was genau?!

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