Problemfall Indisches Springkraut

Drüsiges (Indisches) Springkraut (Impatiens glandulifera)

Dieser Neophyt kam vor ca. 160 Jahren aus Indien als Zierpflanze zu uns. (Ander Neophyten: Riesenbärenklau, Asiatischer Staudenknöterich, Nachtkerze) Wenig später begann die Pflanze sich vor allem an feuchten Standorten so erfolgreich auszubreiten, dass viele heimische Wildpflanzen in solchen Bereichen inzwischen flächendeckend verdrängt wurden. Das Springkraut ist mit seiner großen Blütenfülle durchaus attraktiv und wegen seiner hohen Nektarproduktion auch eine sehr gute Bienenweide. Das Springkraut wird ein wenig scherzhaft auch Emscher- oder Wupperorchidee genannt. Denn vor allem durch die hohen Nährstoffeinträge in die heimischen Naturgewässer findet diese Pflanze dort äußerst günstige Bedingungen vor. Es gibt durchaus Experten, die behaupten, dass die Bestände bei Reduzierung dieser Einträge von selbst zurückgedrängt würden, da sie auf nährstoffreiche Habitate angewiesen sind.

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3 Kommentare zu “Problemfall Indisches Springkraut

  1. Jetzt weiß ich endlich, wie es heißt! Danke, Michael..endlich schlau geworden!
    Im Hönnetal im Sauerland wuchs es kilometerweit entlang der Hönne. Selbst hier bei uns am Teich kommt es immer wieder und – ich laß‘ es!

    • Solange Du es unter Kontrolle halten kannst, ist das sicher auch ok. Lider hat es gerade in Süddeutschland bereits geschützte Auwälder erreicht und flächendeckend besiedelt. Obwohl es eine gute Bienenweide ist, verdrängt es doch andere standorttypische Pflanzengesellschaften komplett und sorgt so auch für die Verarmung der Tierwelt. LG Michael

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