Projekt Gemüsegarten – Regenpause ?

Löwenzahnblüten

Was tun, wenn das regnerische Wetter die ersten Keimlinge im Gemüsegarten zwar gut wachsen, aber keine vorzeigbaren Bilder von der inzwischen fertiggestellten Kräuterspirale zuläßt? Ein solcher Sonntag bietet Gelegenheit mit dem zu beginnen, was der eigentliche Zweck eines Gemüsegartens ist: das Ernten und Verzehren! Also schnitt ich heute morgen gleich ein paar Kräuter zwecks Herstellung von Kräuterbutter.  Nun bin ich kein großer Küchenmeister, aber dafür umso experimentierfreudiger. Das führte übrigens dazu, dass meine Älteste das Grinsen heute, angesichts meiner immer neuen Aktivitäten, kaum aus dem Gesicht bekam.  Aber das ist eine andere Geschichte, die noch zu erzählen sein wird.

Kräuterbutter

Immerhin hatte ich auch schon vorher mehrmals Kräuterbutter hergestellt.  In der Auswahl der Kräuter habe ich mich dann jeweils an dem Vorhandenen orientiert, ohne dass ich genaue Angaben über die Dosierung der einzelnen Zutaten machen könnte. Heute kam allerdings erschwerend hinzu, dass mal wieder keine Butter im Hause war, sondern nur Margarine. Aber auch das funktionierte. Jedenfalls waren die Kritiken im Hause ganz ordentlich. In der Hauptsache Schnittlauch, aber auch kleine Mengen Zitronenthymian, Strauchbasilikum, Oregano und Rosmarin waren die Zutaten.  Schließlich musste der Rosmarin ja verwendet werden, denn im Übereifer hatte ich gleich 3 von diesen Pflanzen gekauft.

Löwenzahnsirup

Als ich dann am Nachmittag noch mit einer Schüssel Löwenzahnblüten in die Küche marschierte, verdrehte meine Frau schon die Augen, angesichts des drohenden Chaos in der Küche.  Sie zweifelte doch sehr daran, dass aus dem stinkenden Löwenzahn etwas Brauchbares zu machen sei. Trotz der fehlenden familiären Unterstützung, begann ich also die Blüten in 2 Hälften zu zerschneiden um die inneren Blütenblätter herauszupuhlen. Denn wie ich in einem Rezeptbuch gelesen hatte sollte man keinesfalls die grünen Kronblätter mitverwenden. diese würden dem Honig einen bitteren Geschmack geben. Das ganze war eine ziemlich mühselige Arbeit, aber da musste ich nun durch.

Nach einer Weile konnte ich dann mit dem Aufkochen der Blütenblätter beginnen. Da ich mehrere Rezepte gefunden hatte, entschied ich mich für die vermeintlich einfachste Variante.  Als der  Duft  der kochenden Löwenzahnblüten langsam aufstieg, war auch die Neugierde meiner Kinder geweckt. Die größte Gefahr zu einem Arbeitseinsatz in der Küche verdonnert zu werden, war vorüber und es schien ja etwas zu werden. Falls nicht hätte mein Jüngster sicher größten Spaß daran gehabt, mich mit der entsprechenden Häme zu überziehen. So aber kam er nochmal vorbei als es an den nächsten Arbeitsschritt ging.  Die duftende Masse musste abgesiebt und mit Zucker aufgekocht werden.  Erste Geschmacksproben ließen mich Anleihen aus den anderen Rezepten mit aufnehmen und so fügte ich noch etwas Zitrone und Orangensaft hinzu.

Nebenprodukt Limonade

Da die Brühe schon recht passabel schmeckte, aber doch sehr süß geraten war, zwackte ich kurzentschlossen die Hälfte ab, goss sie mit der dreifachen Menge Mineralwasser auf. So erhielt ich eine ganz nette Limonade. Bei der zweiten Flasche nahm ich, schusselig wie ich nun mal bin, versehentlich Leitungswasser. Wobei diese Variante wiederum meiner Tochter besser schmeckte. Bleibt zu hoffen, dass für mich heute morgen zumindest eine der beiden Flaschen als Wegzehrung übrig geblieben ist.

Schlussakkord

Was nun folgte war ein Herumexperimentieren  mit Wasser-, Zitronen- und Zuckermengen um aus dem Rest einen brauchbaren Honig bzw. Sirup zu erhalten. Diese Prozedur dauert nun allerdings eine halbe Ewigkeit.   Schließlich kamen am Ende immerhin 2 Gläser leckeren  Sirups heraus.  Das Aufräumen der Küche wurde mir abgenommen und der Blogbeitrag für den kommenden Tag war gesichert.

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2 Kommentare zu “Projekt Gemüsegarten – Regenpause ?

  1. Schwer aktiv warst du! Und ich sehe so vor meinem inneren Auge die Reaktionen deiner liebenFamilienmitglieder … ^^
    Enorm, was du so alles – auch mit den entsprechenden spontanen, kurzfristigen Änderungen – produziert hast! Es hat mich erheitert zu lesen, dass das Vorhandensein unerwartet vieler Rosmarinpflanzen Folgen für die Kräuterbutter, die aus Margarine ist, hat. Auch dein fröhliches Eingestehen einer gewissen Schusseligkeit macht deinen Post und dein Schaffen unheimlich sympathisch!
    Mir gefiel es sehr gut, auch wenn ich jetzt nicht unbedingt gleich Sirup nachkochen werde.

    LG Michèle

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